Deutscher Meister und Europameister

Wenn in den Weihnachtsferien im Londoner „Alley-Palley“ die Dart-Weltmeisterschaften laufen, sitzen unzählige Fans gebannt vor den Bildschirmen und erwarten unglaubliche Würfe mit drei Pfeilen auf die kleine Zielscheibe. Für die Zuschauer kaum zu glauben, in welcher Geschwindigkeit die Spieler die richtige Kombination der Felder längst errechnet haben und mit welcher Präzision die Pfeile ihr Ziel erreichen.
Vielleicht werden die Zuschauer in London oder am Bildschirm irgendwann einen Bedburger Silverberg-Schüler bewundern können. Justin Schmitz aus der Q1 ist Deutscher- und inzwischen auch Europameister beim Dartwurf. Er berichtet… 

Mein Name ist Justin Schmitz, ich bin 17 Jahre alt und gehe in die Q1 am Silverberg-Gymnasium. Neben der Schule gibt es auch noch andere Aktivitäten, die ich als „Hobbys“ bezeichnen würde, unter anderem das Darts spielen.

Am Wochenende des 11. April 2026 habe ich an der Deutschen-Meisterschaft im E-Dart teilgenommen und bin dort im Jugendbereich (U18) Deutscher Meister geworden.

Die Frage die bei so einem „Hobby“ aufkommt, was nicht grade gewöhnlich ist für Leute unter 18 Jahren, lautet: „Wie kommt man zu so einem Hobby?“.

Ich fing meine noch recht junge „Karriere“ mit grade mal 12 Jahren an. Damals habe ich nur aus Spaß einfach auf die Scheibe geworfen, als meine Eltern mal nicht zuhause waren. Was nur zum Spaß dienen sollte, wurde mit der Zeit immer ernster und ich fing an gegen meine Eltern zu spielen. Damals noch Chancenlos aber mit sehr viel Ehrgeiz.

Nach einer gewissen Zeit hat mein Onkel , der zu dem Zeitpunkt bereits in einer Mannschaft gespielt hat, mich mal mit zu einem Spiel genommen. Während das Spiel lief, habe ich ein wenig gegen seine Kollegen gespielt und das nicht grade ohne Erfolg. Als ich ihn dann immer öfters begleitete, wurde ein Bundesliga Spieler auf mich aufmerksam, der mich gefragt hat, ob ich Lust hätte mit seiner Tochter zu spielen. So kam es dann, wir fingen in der niedrigsten Liga an und konnten uns in 2 Saisons 2 mal den Aufstieg sichern. Die Mannschaft hielt sich dann für 2 weitere Saisons, aber eher ohne großen Erfolg… – Außer für mich: Nach einer gewissen Zeit wurde eine Mannschaft auf mich aufmerksam, die zu dem Zeitpunkt 2 Ligen höher gespielt hat als meine damalige Mannschaft. Dann wurde ein Gespräch mit meinen Eltern geführt und ich wechselte die Mannschaft. Der Anfang dort war halbwegs okay, aber nicht das, was ich erwartet habe. Es brauchte ein wenig Zeit, aber ich konnte mich nach einer Zeit zum Stammspieler entwickeln. Wir stiegen in der 2. Saison direkt auf und ich konnte den nächsten Schritt machen. Ich gewann in der folgenden Saison 40 von 52 meiner Spiele und konnte mich weiterhin etablieren. Die Saison war vorbei und es ging für mich zur Deutschen Meisterschaft…

Ich wusste, was ich kann, aber war nicht davon überzeugt, dass ich dort etwas holen könnte…
Durch meine niedrigen Erwartungen konnte ich ohne Druck an die Spiele ran gehen und drang vor bis ins Finale… Ich spielte nicht mehr mein bestes Spiel aber immer noch sehr gut und ich konnte mich gegen meinen Kontrahenten Paul Pistner durchsetzen mit einem Sieg von 4:1 –  was mich zum Deutschen Meister in der Disziplin U18 Einzel machte.

 

Dieser Erfolg war sehr wichtig für den weiteren Verlauf meiner noch jungen Karriere, da ich dank dieses Titels auch zum Nationalteam eingeladen wurde.

Vom 27.08.2026 bis zum 04.09.2026 durfte ich dann an der Europameisterschaft in Slowenien teilnehmen . Dort hatte ich starke Gegner und musste mich gegen viel Gegenwehr durchsetzen. Trotzdem konnte ich mich gemeinsam mit Bruno Willi Sauer im U18-Doppel bis zum Titel kämpfen und wurde U18-Europameister im Doppel.

Auch im Teamwettbewerb traten wir mit dem deutschen U18-Nationalteam an. Dort konnten wir uns den 3. Platz im Teamwettbewerb sichern. Für mich war es eine besondere Erfahrung, Deutschland bei einer Europameisterschaft vertreten zu dürfen und gemeinsam mit meinen Teamkollegen eine Medaille zu gewinnen. In den folgenden Jahren habe ich vor, noch mehr anzugreifen und mich weiter zu entwickeln. Es klopfen die ersten Sponsoren an und ich hoffe das ich dadurch ans Maximum gehen kann.

Ich bedanke mich bei meiner Familie, meinen Freunden, meiner Mannschaft und meinen Sponsoren für die Tatkräftige Unterstützung ohne die das alles nicht möglich wäre!

Justin Schmitz, Q1

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