Am 12. Juni 2026 beteiligte sich unsere Schule bereits zum vierten Mal am bundesweiten Anne-Frank-Tag. Der Aktionstag, der vom Anne Frank Zentrum in Berlin organisiert wird, fand in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal statt und stand unter dem Motto „Geschichte erzählen“. Mit bundesweit 843 teilnehmenden Schulen und mehr als 126.000 Schülerinnen und Schülern wurde erneut ein Anmelderekord erreicht. Der Anne-Frank-Tag erinnert an Anne Frank, eines der bekanntesten Opfer des Holocaust, und setzt ein Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus und jede Form von Diskriminierung.
Die gesamte Schulgemeinschaft besuchte die Ausstellung und setzte sich intensiv mit dem diesjährigen Thema auseinander. Im Laufe des Schultages beschäftigten sich verschiedene Klassen auf vielfältige Weise mit Anne Frank, ihrer Familie und der Bedeutung von Erinnerungskultur. Die vom Anne Frank Zentrum bereitgestellten Materialien, darunter die Plakatausstellung und die Anne-Frank-Zeitung, bildeten dabei eine wichtige Grundlage.


In besonderem Maße engagierten sich die Klassen 10b und 10c, die eigene Angebote für die Jahrgänge 6 beziehungsweise 5 entwickelten. Der Geschichtskurs der 10b unter der Leitung von Herrn Knepel erarbeitete ein Stationenlernen für die sechsten Klassen. Die Schülerinnen und Schüler nahmen das Angebot mit großem Interesse auf und arbeiteten begeistert an den verschiedenen Stationen.
Die Klasse 10c unter der Leitung von Herrn Lange gestaltete in ihrem Klassenraum mehrere Stationen für die fünften Klassen. Dort konnten die jüngeren Schülerinnen und Schüler Anne Frank und ihre Familie in der Pause näher kennenlernen und sich altersgerecht mit deren Geschichte auseinandersetzen.


Eine besonders intensive Auseinandersetzung mit dem Thema leistete der Geschichts-EF-Kurs von Herrn Wissing. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich vor allem mit Margot Frank und der Frage: Wie würde ihr Tagebuch aussehen, wenn wir es heute hätten? Neben eigens verfassten Tagebucheinträgen zeichnete sich die Arbeit des Kurses vor allem durch eine differenzierte Reflexion darüber aus, ob und in welcher Form man sich Geschichte durch fiktionale Zugänge nähern darf. Dabei wurden Chancen und Grenzen einer solchen Herangehensweise diskutiert und kritisch beleuchtet.
Für zusätzliche Aktivierung innerhalb der Ausstellung sorgte der EF-Kurs unseres Referendars Herrn Albrecht. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten Aufgaben und Impulse, die dazu anregten, sich intensiv mit Anne Franks Tagebucheinträgen auseinanderzusetzen.


Ein großer Dank gilt Katharina Kapturski und Sebastian Albrecht, die den Anne-Frank-Tag in der Organisation und Durchführung maßgeblich unterstützt und gestaltet haben.
Der diesjährige Anne-Frank-Tag war für unsere Schulgemeinschaft eine gelungene und bereichernde Erfahrung. Die vielfältigen Projekte und Angebote haben dazu beigetragen, Geschichte lebendig werden zu lassen und die Bedeutung von Erinnerung, Verantwortung und Menschlichkeit in den Mittelpunkt zu rücken.
Fachschaft Geschichte
für die Orga Kathrin Lay


