Kunst, Design und Berufsorientierung
Der Wahlpflichtkurs „Kunst und Design“ der Jahrgangsstufe 9 erhielt in diesem Schuljahr die besondere Gelegenheit, ein traditionsreiches Handwerk unter realen Bedingungen kennenzulernen.
Zusammenarbeit mit der Fußorthopädie Hohenschon
Für einige Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 ergab sich in diesem Schuljahr eine großartige Gelegenheit, ein Handwerk unter realen Bedingungen kennenzulernen. Der Wahlpflichtkurs „Kunst und Design“ durfte eine mehrmonatige Kooperation mit dem ortsansässigen Orthopädie-Schuhmacherbetrieb „Fußorthopädie Hohenschon“ durchführen.
Das lokale Unternehmen versorgt seit mehreren Generationen seine Kundschaft mit individuell angepasstem orthopädischem Schuhwerk und teilte sein Wissen und seine Erfahrung auf diesem Gebiet gerne mit den Schülerinnen und Schülern des Silverberg-Gymnasiums.
Einblicke in einen besonderen Beruf
Den Beginn des Projekts bildete ein Besuch von Frau Dr. Jessica Hohenschon, der Geschäftsführerin des Betriebs. Sie informierte den Kurs über die Geschichte des Unternehmens und die vielfältigen Aufgaben der Fußorthopädie.
Dabei lernten die Schülerinnen und Schüler grundlegende Anforderungen kennen, die bei einem realen Auftrag für ein orthopädisches Hilfsmittel zu berücksichtigen sind.
Der Gestaltungsauftrag
Einen eigenen Schuh für eine selbst gewählte Zielgruppe entwickeln
Die Modelle sollten sowohl die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe erfüllen als auch ansprechend gestaltet sein – ganz im Sinne eines Kunst-und-Design-Kurses.
Von der Idee zum eigenen Schuhmodell
Die Schülerinnen und Schüler erhielten das Angebot, in einer zweimonatigen Zusammenarbeit mit der Fußorthopädie Hohenschon eigene Schuhmodelle zu entwerfen und aus den ihnen zur Verfügung stehenden Materialien zu bauen.
Die Modelle sollten die Bedürfnisse einer selbst gewählten Zielgruppe erfüllen und zugleich ansprechend gestaltet sein – ganz im Sinne eines Kunst-und-Design-Kurses.
Zum besseren Verständnis der entstandenen Werke gestalteten die Teilnehmenden zusätzlich erklärende Plakate. Darauf stellten sie die Hintergründe, Zielsetzungen und Besonderheiten ihrer Modelle dar. Die Aufgabenstellung ähnelte damit den Anforderungen, die auch Auszubildende in diesem Berufsfeld bewältigen müssen.
Die Arbeitsschritte im Überblick
Ein Tag in der Werkstatt
Für den Besuch in der Werkstatt des Betriebs wurde ein ganzer Projekttag vorgesehen. Dort erhielten die Teilnehmenden die Gelegenheit, die Entwicklung und Fertigung eines tatsächlich in Auftrag gegebenen Schuhmodells an unterschiedlichen Stationen nachzuvollziehen.
Das Team vor Ort hatte außerdem kleinere praktische Aufgaben vorbereitet und stand den Schülerinnen und Schülern mit Rat und Tat zur Seite. Das Durchlaufen der verschiedenen Stationen war für den Kurs fachlich besonders interessant und bereitete allen Beteiligten viel Freude.
Als Grundlage für die eigenen Entwürfe erhielten alle Teilnehmenden am Ende ihres Besuchs einen sogenannten „Cinderella-Schuh“ – ein aus transparenter Tiefziehfolie geformtes Schuhmodell.
Kreativität und handwerkliches Geschick
Im Unterricht entwickelten die Schülerinnen und Schüler auf Grundlage des transparenten Schuhmodells ihre eigenen Schuhe – von der ersten Skizze bis zum fertig gebauten Modell.
Die eigentliche Bauphase stellte sie vor verschiedene Herausforderungen. Dazu gehörten die genaue Auseinandersetzung mit der gewählten Zielgruppe, die funktionalen Anforderungen an den individuellen Schuh und die praktische Umsetzung der eigenen Gestaltungsideen.
Ausstellung der Projektergebnisse
Die entstandenen Schuhmodelle und Plakate sind bis zum Ende der Sommerferien im Schaufenster des Betriebs ausgestellt.
Nach ihrer Fertigstellung wurden die Projektarbeiten feierlich an die Fußorthopädie Hohenschon überreicht.
Aufbau und Präsentation der Projektergebnisse im Schaufenster der Fußorthopädie Hohenschon
Der Prozess war anspruchsvoll und fordernd, bereitete den Schülerinnen und Schülern aber zugleich viel Freude und ermöglichte wertvolle Einblicke in einen handwerklichen Beruf.
Herzlichen Dank
Unser besonderer Dank gilt unserem Kooperationspartner, dem Team der Fußorthopädie Hohenschon. Durch sein großes Engagement erhielten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, unter realistischen Bedingungen etwas Eigenes zu entwerfen und handwerklich herzustellen.


